Im Bereich der Sprachmittlung spielt neben den fachlichen Kompetenzen das Vertrauen eine besondere Rolle. Nichts kann den Erfolg des Dolmetschers mehr schmälern, als Skepsis oder gar Misstrauen. Dieses Thema ist für den Übersetzer etwas leichter zu umgehen. Er – und natürlich auch die Übersetzerin – bieten Leistungen an, die korrigierbar sind. Und es gibt noch einen wesentlichen Unterschied: Eine Dolmetschleistung lässt sich in der Regel nicht wiederholen und ist dadurch auch nicht zu kopieren oder zu duplizieren, eine Übersetzung schon.
Und so sind auch Übersetzungen aus dem Deutschen relativ leicht zu kontrollieren. Damit kann die Bandbreite für professionelle Übersetzungen aus dem Deutschen leicht bestimmt werden.
Wer das Vertrauenspotential nicht aus eigener Kraft aufbauen kann, sollte sich erfahrene Hilfe zu Rate ziehen. Gerne unterstützen dabei die Berufsverbände der Dolmetscher und Übersetzer – zum Beispiel BDÜ oder VDÜ – und auch die IHK. So ist gewährleistet, dass neben der sprachlichen Kompetenz für Übersetzungen aus dem Deutschen, die bei vielen Muttersprachlern irrtümlicherweise als gegeben verstanden wird, auch die fachlichen Kenntnisse eingeschätzt werden können.
Empfehlenswert ist in jedem Fall auch die Kontrolle der Übersetzung durch eine fachlich kompetente Person, die den Quelltext im Deutschen nicht kennt, aber zu einer Rückübersetzung in der Lage ist. Diese Vorgehensweisen sind eventuell etwas kostenintensiv, garantieren jedoch, dass die Übersetzungen aus dem Deutschen ebenso verstanden werden wie die dazugehörigen deutschen Quelltexte, ohne dass dem Leser das Gefühl einer Übersetzung offensichtlich vermittelt wird.
Sind bereits terminologische Vorarbeiten im Bereich der Fachsprache geleistet worden, kann damit sogar die Zeit für die Übersetzung durch die Bereitstellung entsprechender Glossare verkürzt werden.
Fassen wir einmal zusammen: Übersetzungen aus dem Deutschen werden professionell, wenn der Übersetzer die Kompetenz für die Zielsprache hat, wenn das Fachgebiet für den Übersetzer verständlich und anschaulich genug ist und wenn dem Übersetzer eventuell bereits vorhandene Terminologielisten als Werkzeug zur Verfügung gestellt werden.